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or langer Zeit
kam einmal ein
junger Jäger in
einer
klaren
Vollmondnacht
zum nahe ge-
legenen Eibensee.
Als er auf den See blickte,
traute er seinen Augen kaum.
Einige Nixen badeten im kla-
ren Bergsee. Nach einiger
Zeit huschten die Nixen ans
Ufer, zogen ihre Kleider an
und eilten dem Eingang ei-
ner Höhle entgegen. Der Jä-
ger folgte ihnen heimlich und
ging tief in die Höhle hinein.
Von den Nixen war weit und
breit nichts mehr zu sehen.
Aber plötzlich rieselte Sand
von der Höhlendecke und er
musste den Rückweg antre-
ten. Aus der Tiefe der Höhle
hörte er noch das Singen und
Lachen der Wasserfrauen. Im
Freien angekommen, reinigte
der Jäger Gewand, Hut und
Gewehr vom Höhlensand und
ging nach Hause. Am nächs-
ten Tag fand er im Gamsbart
seines Hutes noch ein paar
Sandkörner. Doch statt Sand-
körner waren es plötzlich klei-
ne echte Goldkörnchen. Der
Jäger wollte sich noch mehr
davon holen und lief zum Ei-
bensee und suchte die Höhle
nach weiteren Goldkörnchen
ab, konnte aber nur mehr nor-
male Sandkörner finden.
Ursprung der Sage
An der Rückseite der Dra-
chenwand führt eine Höhle ins
Innere des Berges. Dort sol-
len Nixen gewohnt haben, die
einen großen Bergschatz be-
wachten.
Der Eingang zum Nixloch
liegt nördlich derWildmoosalm
in etwa 1100 Metern Seehöhe.
Die Höhle ist etwa 50 Meter
lang und soll schon imMittelal-
ter wegen ihrer Bergmilchlager
(eine auch Nix genannte erdige
Kalkverbindung) aufgesucht
worden sein. 1879 macht die
Sektion Mondsee des Öster-
reichischen Alpenvereins die
Höhle durch einen Fußweg zu-
gänglich. Der Eibensee ist auf
markierten Wanderwegen von
St. Lorenz aus und von der Fu-
schler Seite her zu erreichen.
Sagenquelle
Buch: Wundersames Mond-
seeland. Sagen, Legenden, Er-
zählungen für Kinder und Er-
wachsene. Gesammelt und neu
erzählt von Anton Reisinger, il-
lustriert von Agneta Gräfin von
Almeida, Verlag omnipublica,
ISBN-10: 3-9502162-4-3,
Euro 14,00
Verkauf: Museum Mondsee-
land, neben der Basilika.




