Vorgestellt
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elbst hast ja immer das Gefühl, dass eigentlich nur die ande-
ren älter werden. Ist aber nicht so. Natürlich macht die Zeit
keine einzige Ausnahme und wie schnell die Zeit verfliegt,
wird dir bei besonderen Anlässen oft schlagartig bewusst.
Mir ist es so ergangen, als kürzlich MattseesAltbürgermeis-
ter Matthäus Maislinger seinen 70er gefeiert hat.
Der Hias, ein Siebziger? Gibt´s nicht! Habe ich mir ge-
dacht. Weil ich kann mich noch
gut daran erinnern, wie Matthäus
Maislinger 1984 quasi über Nacht
als Nachfolger von Josef Furthner
zum Bürgermeister bestellt wur-
de. Ich weiß noch, wie Maislinger
1988 die Landesausstellung „die Bajuwaren“ eröffnet hat. Wir sind dann noch die halbe
Nacht beim Iglhauser gesessen und haben gefeiert. So als ob wir schon bei der Eröffnung
gewusst hätten, dass diese Landesausstellung mit rund 300.000 Besuchern zum ganz gro-
ßen Erfolg für Mattsee wird.
Matthäus war das erste von sechs Kindern der Familie Maislinger. Sein Vater war Ge-
meindesekretär. Also keine schlechte Basis für einen späteren Bürgermeister. Nach der
Schule wurde er Drogist und hatte in der Folge sogar selbst Drogerien in Mattsee und
Obertrum. Bis die Drogerieketten kamen und den kleinen Unternehmern jede Luft zum
Überleben raubten. Maislinger wechselte in den Pharmazeutischen Außenhandel und
1984 setzte ihn die ÖVP auf die Liste für die Gemeindevertretung ohne zu ahnen, dass
sie damit den neuen Bürgermeister an Bord holte.
28 Jahre stand Maislinger an der Spitze der Gemeinde. Und in die Geschichte wird er
unter anderem als erster Ganzzeitbürgermeister eingehen. Drei Jahre nachdem er 2012
das Amt an René Kuel übergaben hat, wird Maislinger zum Ehrenbürger ernannt.
Neben seinem Beruf war Maislinger immer Sportler. Zunächst als aktiver Fußbal-
ler, dann als USC-Funktionär und als Betreuer seines Sohnes Christian, dessen große
Leichtathletikkarriere aber immer wieder durch Verletzungen gebremst und schließ-
lich durch eine Krankheit schlagartig beendet wurde.
Neben all seinen politischen und sportlichen Verpflichtungen: Maislingers ruhender Pol
war und ist nach wie vor die Familie. Und dass sein Enkerl Theo genau am gleichen Tag
wie der Opa Geburtstag hat, könnte ein gutes Omen dafür sein, dass in einigen Jahrzehn-
ten wieder ein Maislinger zum Bürgermeister gewählt wird.
Rupert Lenzenweger
In Salzburg
Der Preis für ein Seidel Bier wird für das Land einheitlich mit
33 Groschen festgelegt. Die Halbe kostet 50 Groschen.
Auf der Autobahn in Liefering findet das erste Motorradrennen
statt, das später unter dem Namen 1. Mai Rennen Motorradrenn-
fahrer aus aller Welt anlockt.
Am Mönchsberg wird das Grand-Café Winkler eröffnet
und gleich am ersten Tag von 4.000 Gästen gestürmt.
Die Stadt Salzburg hat Ende des Jahre 116.608 Einwohner.
Davon sind mehr als 30.000 Ausländer.
Die Salzburger Landesmusikschule (heute Musikum) wird
gegründet.
Im Flachgau
Die Basis für den USC Mattsee wird gelegt. Zwei Jahre
später wird der Sportbetrieb offiziell aufgenommen.
Im Weidmoos bei Lamprechtshausen beginnt die
Österreichische Stickstoffwerke AG Linz wieder mit
dem Torfabbau.
Die Lokalbahn wird vom Bahnhof in Parsch bis nach
Anthering elektrifiziert.
Den Ski-Abfahrtslauf von der Gaisbergspitze gewannen
die beiden Grödiger Max Wörndl und Hans Helminger.
Die Mädchenhauptschule Schloss Goldenstein in
Elsbethen wird wieder eröffnet. In der Nazizeit war
die Schule geschlossen.
Was war 1947 sonst noch los?
Stolzer junger Mann.
Matthäus, damals nur
Hiasi genannt, mit acht Jahren.
Haben am gleichen Tag Geburtstag.
Opa Matthäus
Maislinger mit Enkerl Theo.
Bilder: privat
S
Matthäus
Maislinger
Alt-Bürgermeister
von Mattsee
29. Jänner 1947
Geboren wurden sonst noch:
Johann Griessner, Bürgermeister von Lamprechtshausen; Harald Bartol, ex-Rennfahrer und Moto-
rentechniker in Straßwalchen; David Bowie, britischer Pop-Musiker; André Heller, österreichischer Künstler; Wencke Myhre, nor-
wegische Sängerin und Schauspielerin; Arnold Schwarzenegger, Bodybuilder, Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien.




