„Gräfin – Ordensfrau – Befreierin“

Maria Theresia Ledóchowska – ein heute fast vergessenes Frauenleben voller Kontroversen und Konflikte: Wer war die zierliche, zerbrechlich wirkende Frau, die ihr privilegiertes Leben als adelige Hofdame hinter sich ließ, um sich der Sklavenbefreiung zu widmen? Mit einer technisch hochmodernen Dia-Schau reist Ledóchowska um die Jahrhundertwende durch halb Europa. Sie gründet den Orden der St. Petrus Claver Schwestern und das Kloster Maria Sorg in Bergheim und wirbt in flammenden Reden für die Unterstützung der Missionen in afrikanischen Ländern – und das in einer Zeit, in der Frauen in ihrer privaten und öffentlichen Lebensführung einer ganzen Fülle von Einschränkungen unterworfen waren. Die Entrüstung über eine Frau, die sich herausnimmt öffentlich zu sprechen, erreicht ihren Höhepunkt, als sie beschließt, eine Druckerei zu gründen. Es braucht drei Anläufe, bis ihr die Drucker-Konzession erteilt wird und sofort läuft der Druck der Schwestern auf Hochtouren. In ihren Schriften und Reden für die Sklavenbefreiung kritisiert Ledóchowska immer wieder das Eindringen von Kolonialismus in traditionelle afrikanische Länder. Regisseurin Gabriele Neudecker zeichnet das filmische Portrait einer außergewöhnlichen Frau und ihrer Zeit. Zu sehen am 29. November um 22.30 Uhr auf ORF2 in der Sendung „kreuz & quer“.

Im Bild oben Regisseurin Neudecker bei der Filmpräsentation im Salzburger ORF-Studio.

ORF Salzburg Vorpräsentation „Kreuz & Quer Gräfin-Ordensfrau-Befreierin“ im Landesstudio mit Gabriele Neudecker mit den Schwestern von Maria Sorg in Bergheim bei Salzburg Salzburg Foto: Neumayr/Leopold 23.11.2022