Schüler melden Wetterdaten live an GeoSphere Austria
Ob Hagelschlag, überflutete Felder oder ungewöhnlich milde Wintertage: Was automatische Wetterstationen nicht erfassen können, sehen Menschen vor Ort oft als Erste und am besten. Genau hier setzt das Citizen-Science-Projekt „wettermelden.at” der GeoSphere Austria an. Nun beteiligen sich auch Schüler:innen der Salzburger HBLA Ursprung im Rahmen der Fächer Klimatologie und Wasserwirtschaft daran. Die auf Landwirtschaft sowie Umwelt- und Ressourcenmanagement spezialisierte Schule in Elixhausen ist damit Teil einer Plattform, die Wetterbeobachtungen aus der Bevölkerung sammelt.
Wetterbeobachtung in Echtzeit
Über die webbasierte Plattform der GeoSphere Austria (ehemals ZAMG) können Wetterphänomene und ihre Auswirkungen am Boden in Echtzeit gemeldet werden, ohne dass eine App heruntergeladen oder eine Software installiert werden muss. Während automatische Wetterstationen Temperatur, Luftdruck oder Windstärke präzise erfassen, erfordern Bodenverhältnisse oder die tatsächlichen Folgen von Extremwetter wie Hagel, Muren, Steinschlag oder Glatteis weiterhin die menschliche Beobachtung. Und diese liefern aktuell Schülerinnen und Schüler der auf Landwirtschaft sowie Umwelt- und Ressourcenmanagement spezialisierten Lehranstalt im Salzburger Flachgau. Ihre Meldungen fließen in Echtzeit in Wetterwarnungen und -prognosen ein und bilden zugleich die Grundlage für die Erforschung von Extremwetterereignissen.
Meldungen direkt vom eigenen Hof
Auf diese Weise werden die Jugendlichen zu wichtigen Multiplikatoren für Wetter-, Klima- und Umweltthemen. „Viele unserer Schüler:innen leben in landwirtschaftlichen Betrieben und melden das Wetter in der Regel von zu Hause. So können sie das Gelernte aus dem Unterricht unmittelbar mit ihrem eigenen Lebensumfeld verbinden“, erklärt Herbert Zöller, Lehrer an der HBLA Ursprung. „Mit dem praxisorientierten Unterricht stärken wir das Bewusstsein für aktuelle klimatische Herausforderungen und fördern zugleich Forschungskompetenz, Eigeninitiative und verantwortungsvolles Handeln.“
Wissenschaftliche Begleitung durch GeoSphere-Experten
Zur Einführung in das Projekt fanden an der Salzburger Schule Workshops mit Thomas Krennert von der GeoSphere Austria statt. Der Fachmann betreut darüber hinaus auch Diplomarbeiten mit den Schwerpunkten Landwirtschaft und Tourismus. Im Unterricht dokumentieren die Schüler:innen Wetterereignisse, untersuchen Wetter- und Bauernregeln und setzen sich praxisnah mit Klima, Phänologie und Wasserwirtschaft auseinander. Die Workshops und Diplomarbeiten vertiefen dabei das Wissen und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Anwendungen in Landwirtschaft und Tourismus.
Infotag der HBLA Ursprung am 3. Oktober
Die fundierte Ausbildung der HBLA Ursprung setzt generell sehr stark auf die Kombination aus Theorie und Praxis. Neben dem Standardlehrplan bereichert ein vielseitiges Angebot an Wahl- und Freifächern den Schulalltag, wobei auch Exkursionen und Praktika im In- und Ausland nicht zu kurz kommen. Auch ein Aufbaulehrgang für Absolventen von landwirtschaftlichen Fachschulen wird angeboten.
Übrigens: Wer sich über das umfassende Bildungsangebot der HBLA Ursprung in Elixhausen bei Salzburg näher und direkt vor Ort informieren möchte, hat am Samstag, dem 3. Oktober, beim Tag der offenen Tür von 8.30 bis 12.30 Uhr die beste Gelegenheit dazu.
-24. 9. 2026-
